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Ehrenburg

Von einstiger Macht zeugen die stolzen Mauern

Auf dem Weg durch das romantische Tal laden vier bewirtschaftete Mühlen zum Verweilen ein, drei Burgen wollen entdeckt werden. Am Anfang der Wanderung steht die mächtige Ehrenburg aus dem Jahr 1120. Sie liegt hoch oben auf dem Felsen des Ehrenberg und lädt zu einer Reise ins Mittelalter ein. Von Ostern bis Oktober gibt es auf der Burg spannende Mitmachprogramme, abenteuerliche Rätselspiele und vergnügliche Geschichten für Kinder und den Rest der Familie. An allen Sonntagen im Juli und August, wenn sich die Tore der Ehrenburg zu den traditionellen Sommerfestspielen öffnen, können hier spannende Duelle der Ritter mit Schwert, Streitaxt und Morgenstern beobachtet werden.

In Mitten der tobenden Klamm geht die Wanderung unterhalb der Rauschenburg und dem Rauschenberg (früher "Rusberg") vorbei. Sie ist eine typische Trutzburg, die Erzbischof Balduin von Trier 1332 im Kampf gegen die Burgherren der Umgebung errichten ließ. Die Rauschenburg (früher "Ruszimburg" und auch "Baldenruise" genannt) ist heute eine Ruine. Auf die Rauschenburg folgt Schloss Schöneck oberhalb der Schönecker Mühle. Das Schloss war bis 1222 Vogtei und Reichsgut des "Bopparder Reiches" und wurde teilweise 1805 zerstört. Die Ruine wurde wieder aufgebaut. 1910 erwarb der Maler Steinhaus das Schloss und lebte dort bis zu seinem Tod 1924. Heute ist das Schloss in Privatbesitz.

Bekannt wurden diese Burgen durch die "Eltzer Feede" von 1331. Hierbei stellten sich die Ritter von Schöneck, Waldeck, Ehrenburg und Eltz gemeinsam gegen den nach Macht strebenden Trierer Erzbischof Balduin. Neben der Rauschenburg, die der Belagerung der Burgen Schöneck, Waldeck und Ehrenburg diente, ließ Balduin in unmittelbarer Nähe der Burg Eltz die sog. Baldeneltz, ebenfalls eine Trutzburg, errichten. Wie mächtig die Burgen Schöneck, Ehrenburg und Eltz einmal waren, vermag man an dieser mühevollen Belagerung durch den Erzbischof ermessen. Statt die Bastionen unmittelbar anzugreifen, ließ er zwei Trutzburgen bauen und belagerte die Burgen über mehrere Jahre. Die "Eltzer Feede" endete 1336 mit der sog. "Eltzer Sühne". Da die Ritter von Schöneck, Ehrenburg und Eltz keinen Machtverlust verzeichneten und sich Balduin zurückzog, wird vermutet, dass die Belagerung keinen Erfolg hatte. Jedenfalls wurden die Bastionen nicht in nennenswerter Weise beschädigt und die Ritter der Schönecker Burg wurden von Balduin als Burggrafen auf der Rauschenburg eingesetzt.

Nachdem Schöneck kurtrierischer Verwaltungsbezirk (Vogtei) geworden war entfiel die militärische Bedeutung der Rauschenburg und ihre Gebäude und Gemäuer waren dem Verfall preisgegeben. Heute ist die ursprüngliche Burganlage mit Innenhof, Schildmauer, Resten von Pallas(Wohnhaus) und Bergfried jedoch noch sehr gut erkennbar.